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Reeperbahn: Antrag für Business Improvement District bleibt noch liegen!

2007 für 2009 angekündigt liegt nun seit Monaten ein Antrag beim Bezirksamt der für die Reeperbahn ein „Business Improvement District“ (BID) empfiehlt. Ein BID sieht einen Zusammenschluss der Eigentümer vor, um sich gemeinsam um den Erhalt und Pflege des Quartiers zu kümmern. Vorgesehen ist auch ein Quartiersmanager sowie ein gemeinsamer Internetauftritt. Was nun schon eine Weile liegt wird wohl auch noch weiter liegen bleiben. Denn momentan wird das Gesetz zur "Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren" (GSED) überarbeitet.

Dieses Gesetz regelt wie viel die Grundeigentümer in diesem Quartier das zu einem BID werden soll in den gemeinsamen Topf einbezahlen werden. Nun wird ein Gutachten erstellt. Doch dies wird sich bestimmt noch bis zum Ende des Jahres hinziehen. Für St. Pauli sieht das BID vor, dass die Reeperbahn ein gepflegteres Äußeres bekommen soll. Die Erlebnisqualität soll gesteigert werden, das ursprüngliche Flair jedoch erhalten bleiben. Michael Osterburg sieht das positiv: „Es ist ein gutes Konzept. Die Grundeigentümer müssen in die Pflicht genommen werden sich selber mit darum zu kümmern das die Reeperbahn nicht verkommt. Wenn sich jeder um ein gepflegtes Äußeres seines Eigentums kümmert ist wirklich viel gewonnen.“

Befürchtet wird, dass zugunsten des Vergnügens Anwohner vertrieben werden, da die Mieten steigen könnten. Ein Vorteil ist, dass sich die Gewerbetreibenden an den Kosten für die Reinigung des berüchtigten Viertels beteiligen müssten. Ein BID auf St. Pauli einzurichten erfordert ein großes Maß an Berücksichtigung der einzelnen Bedürfnisse und dürfte sich etwas komplizierter gestalten als zum Beispiel am Jungfernstieg, da hier die Interessen vielfältiger sind.