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U4 - neue Möglichkeiten bei weitsichtiger Planung

Was bislang an den hohen Kosten zu scheitern schien könnte nun doch realisiert werden. Eine Verbindung zwischen der neuen Linie U4 die in der Hafencity endet und der S-Bahn Linien S3/31 die in den Süden von Hamburg nach Wilhelmsburg beziehungsweise Harburg führt. Dies bringt einige Vor- und Nachteile mit sich die es nun zu klären gilt. „Grundsätzlich begrüßen wir die Entscheidung nun doch noch mal genau hinzusehen was sich umsetzen lässt, allerdings brauchen wir keine teuren Bahnhöfe oder sonstiges was nur Geld verschlingt. Was wir brauchen sind gut funktionierende Elbüberquerungen und Maßnahmen die, die Überbelastungen reduzieren“, sagt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender in Mitte.
Damit meint er zum Beispiel den Hauptbahnhof, der durch eine Verbindung der beiden Linien eine Entlastung erfahren könnte. Um in den Süden zu kommen muss man bislang immer über den Hauptbahnhof fahren. Mit der neuen Verbindung wären Wilhelmsburg/Veddel auch über den Jungfernstieg oder die Hafencity erreichbar. Somit würde das Umsteigen am Hauptbahnhof entfallen und dieser wieder ein wenig entlastet werden. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die U4 dann nicht mehr in einer Sackgasse enden würde. „Andererseits wird dies jedoch die Verbindung durch Wilhelmsburg in den Süden verschlechtern, da hierdurch mehr Passagiere auf die S3 / S31 gezogen werden ohne für den Flaschenhals Veddel / Wilhelmsburg eine Entlastung zu planen“, merkt Jutta Kodrzynski an. Dies ist ein wichtiger Gedanke, diese Linien sind jetzt schon ziemlich ausgelastet und eine weitere Zusteige Möglichkeit könnte die Situation für die Fahrgäste noch weiter verschlechtern. Es werden Mittel veranschlagt und ausgegeben, die für eine Verbesserung des ÖPNV – Infrastruktur innerhalb der Elbinseln dann nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Die Diskussion um eine U-Bahn durch Wilhelmsburg dürfte dann für Jahrzehnte vom Tisch sein. Die Verbindung in den Hamburger Süden wird, da der Flaschenhals nicht angefasst wird, kein Stück verbessert. Weder Harburg noch das Umland profitieren sondern im Gegenteil, es wird immer enger und voller in den Zügen der S-Bahn. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt ist: Die Metronome auf der Fernbahnstrecke und die S-Bahn sind die einzigen Linien, die das nördliche und südliche HVV-Gebiet verbinden. Bei einer Störung besteht keine Möglichkeit, die Fahrgäste vollständig auf andere Weise zu transportieren. Es gibt dazu nicht genug Busse im Großraum Hamburg dies wird zu einem weiteren Ansteigen des Autoverkehrs führen, da die Meisten den Unannehmlichkeiten voller Busse entkommen wollen. Verstopfte Straßen behindern des Weiteren wiederum den Busverkehr, so entsteht ein weiterer Kreislauf. Die U4 zumindest bis Wilhelmsburg, möglichst aber bis Harburg brächte eine Alternative auf einer zweiten Trasse, so dass anzunehmen ist, dass sich eine Störung der einen nicht auf die andere Trasse auswirkt. Gleiches ließe sich mit einer Straßenbahn bewältigen, wenn diese von vornherein auf einen Notbetrieb mit sehr hohen Fahrgastzahlen ausgelegt würde. Diese Situation stellt sich so sonst nirgends in Hamburg. Es sind sonst immer mindestens zwei halbwegs parallele Schienenwege vorhanden und es sind bei weitem nicht so große Abschnitte des HVV betroffen. Es wird also deutlich, dass es nicht immer nur das Geld ist an dem Projekte scheitern und es wird auch deutlich, dass ganz genau hingeschaut werden muss, welche Vorteile aber vor allem auch welche Nachteile können entstehen wenn die Verbindungshaltestelle erbaut werden sollte.