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Mit einem Alkoholverbot im öffentlichen Raum ist es nicht getan!

Bei den meisten Diskussionen ist es mit einem Ja – Nein, Richtig oder Falsch, Schwarz-Weiß denken nicht getan. Es gibt zu viele Aspekte die beachtet werden müssen. Dies zeigt sich besonders oft in Fragen die den öffentlichen Raum betreffen. So wie auch in der aktuellen Debatte über einen Antrag der ein mögliches Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen zum Inhalt hat. CDU und SPD sprechen sich dafür aus – allerdings unterstützen nicht alle Parteimitglieder oder Abgeordnete diesen Antrag.

Die Fragen die sich stellen sind unter anderem ein Abwägen zwischen: Grundrechte im öffentlichen Raum zu erhalten oder Straftaten im Voraus zu verhindern? Die Gefahr Randgruppen zu vertreiben beziehungsweise das Problem zu verlagern gegen ein größeres Sicherheitsgefühl für Passanten?

 

Die Parlamentarier haben Experten aus anderen Städten eingeladen, die dieses Thema mit ihnen diskutieren sollen um eine Entscheidung treffen zu können. In anderen Städten und Bundesländern gibt es Gesetzte die Verbote ermöglichen, nicht überall werden sie angewendet und dort wo sie zum Einsatz kamen haben sie nicht immer die gewünschten Ergebnisse erzielt.

In Städten entstehen immer Orte an denen besonders viel Alkohol konsumiert wird, sei es der Hauptbahnhof, im Innenstadtbereich wo sich besonders viele Jugendliche zum Feiern treffen oder besondere Plätze die entweder Touristen oder auch Alkoholiker anziehen. Ein Alkoholverbot würde für diese Art der öffentlichen Plätze ausgesprochen werden um öffentliches Urinieren, Gewalt und Sachbeschädigung zu verhindern und den anderen Passanten ein größeres Gefühl der Sicherheit zu geben. Im Bezirk Mitte ist bei den Überlegungen besonders der Hamburger Hauptbahnhof betroffen. Hier ist schon unter dem ehemaligen Bezirksamtleiter Markus Schreiber eine Diskussion losgetreten worden die den Bahnhof sauberer und sicherer gestaltet sehen wollte. Menschen die in der Hansestadt ankommen, sollen nicht sofort mit dem Leid der Stadt konfrontiert werden. Doch genau dies gehört auch zu einer Großstadt dazu findet Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte: „Ein Verbot alleine hilft gar nichts. Wir müssen Angebote schaffen die Alkoholkranken helfen anstatt sie zu Vertreiben. Wir müssen die Straßensozialarbeit aufstocken und Trinkhallen einrichten. Wir können nicht die Augen vor den Problemen verschließen und Verbote erteilen.“ Menschen, die sich entspannt mit Freunden auf ein Bier draußen treffen wollen, wären auch von dem Verbot betroffen. Es gibt viele Seiten zu beleuchten bei diesem Antrag, doch auch Bezirksamtsleiter Andy Grote hat sich öffentlich gegen ein Verbot ausgesprochen.