www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

LED-Werbefläche am Radisson Hotel?

1999 klaffte in der Fassade des Radisson Hotel in Hamburg ein großes Loch. Erst auf den zweiten Blick war zu sehen, dass es sich nicht um einen echten Meteoriteneinschlag handelte sondern um eine geschickte Werbemaßnahme der Filmverleihfirma Buena Vista, die so auf den Film „Armageddon“ aufmerksam machen wollten. Seit dieser Zeit hat sich die Technik stark verbessert. Heute ist es ohne Probleme möglich an gleicher Stelle einen 24 Meter breiten und 8 Meter hohen LED-Bildschirm anzubringen, welchen man kaum als solchen erkennen würde und auf dem Reklamefilme, Live-Übertragungen, Events oder desgleichen gezeigt werden könnten.

Genau dies, also eine Medienwall, soll wieder am Radisson Blu installiert werden.

Vor 13 Jahren wurde dies ohne eine Genehmigung der Stadt realisiert. So soll es dieses Mal nicht mehr laufen. Allerdings bedeutet es auch größere Schwierigkeiten, denn die Zuständige Behörde ist nicht Begeistert von der Idee der Riesenreklameflächen an Fassaden. Auch Grünen Bezirksfraktionsvorsitzender Michael Osterburg ist skeptisch: „Werbung muss auch Grenzen haben. Wir wollen nicht, dass das gesamte Stadtbild von Werbeflächen dominiert wird. Schöne Fassaden müssen Werbefrei bleiben.“

Guido Meyer möchte Hamburg auf dieser Großfläche als Weltstadt präsentieren. Und er möchte mit der Reklametafel viel Geld verdienen. Doch Leuchtreklame ist in Hamburg nur auf St. Pauli und dem Steindamm zulässig. LED-Walls fallen zudem unter die Bezeichnung „Wechsellicht-Anlagen“, dafür gibt es die Wechsellicht-Verordnung, die den Betrieb einer solchen Anlage regelt. Laut dieser Regelung sind LED-Walls in der Innenstadt grundsätzlich nicht zulässig. Guido Meyer wird es weiter versuchen, aber die Chancen, dass bald eine riesengroße Werbefläche am Radisson Hotel prangt sind ziemlich gering.