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Gemeinsam mit den BürgerInnen: Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße

Am Dienstag hat der Hauptausschuss der Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen, ein Beratungsgremium zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße einzusetzen, um Empfehlungen unter Mitwirkung der Bürger für das laufende Planungsverfahren zu gewinnen. Der Fraktionsvorsitzende Michael Osterburg betont dazu den nötigen Dreiklang: „Bürger bei Verlegung mitnehmen,  Lärmschutz maximieren und unnötige Verkehre aus dem Stadtteil raushalten!“

Die bisherige Wilhelmsburger Reichsstraße, welche den Hamburger Süden mit dem Norden verbindet, kann nicht erhalten und ausgebaut werden, wie es nötig wäre, um den Verkehr im Stadtteil zu bewältigen. Die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße an die bestehende Bahntrasse in Wilhelmsburg, welche eine weitere Nord-Süd-Verbindung bildet, wurde deshalb im Jahr 2011 von der Bürgerschaft beschlossen. Durch die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße an die Bahntrasse soll zudem der Ausbau von Lärmschutzwänden gebündelt werden. Der Einbezug der Bürger vor Ort in das Planungsverfahren lief in der Vergangenheit jedoch nicht erfolgreich. Dieses Problem ist die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte jetzt mit dem Beschluss vom Dienstag angegangen.

 

Ein Beratungsgremium bestehend aus 21 Vertretern der Regionalausschüsse und Bürgerinitiativen wird nun eingesetzt. Neben den Vertretern des Regionalausschusses Wilhelmsburg/Veddel und Vertretern der Beiräte Wilhelmsburg und Veddel, soll auch der Sanierungsbeirat S6, Vertreter des Bürgervereins Wilhelmsburg, des Vereins Zukunft Elbinsel, des Vereins Kirchdorfer Eigenheimer, der Engagierten Wilhelmsburger, der Klagegemeinschaft Rechtsschutz Lebensqualität Wilhelmsburg als auch der lokalen Gewerbebetriebe einbezogen werden. Das Gremium wird den aktuellen Planungsstand zur Verlegung der Reichsstraße erörtern, diskutieren und anschließend Empfehlungen für die Bezirksversammlung aussprechen.

 

Dazu ist auch die Einbindung der fachlichen Expertise von Vertretern der zuständigen Behörden geplant. Das Beratungsgremium hat seine konstituierende Sitzung am 12.07.2012 und soll noch im zweiten Halbjahr 2012 seine Empfehlungen der Bezirksversammlung vorlegen. Im Anschluss kann die Bezirksversammlung Empfehlungen beschließen, die noch in das laufende Planungsverfahren einbezogen werden können. Das Beratungsgremium soll unter Vorsitz des Regionalbeauftragten Thorsten Schulz zudem weitere Entwicklungen des Verkehrs in Wilhelmsburg diskutieren und Verkehrskonzepte beraten. Auf dem Gelände der alten Straßenführung der Wilhelmsburger Reichsstraße werden Wohnungen entstehen. Diese sollen vor starker Verkehrsbelastung geschützt werden. Außerdem soll die Öffnung des Zollzauns 2012 in ihren Auswirkungen auf den Wilhelmsburger Verkehr untersucht werden.

 

Die Grüne Fraktion Hamburg-Mitte fordert, dass auch der Fahrradverkehr in Wilhelmsburg in ein umfassendes Verkehrskonzept in Wilhelmsburg integriert, erhalten und gestärkt wird. Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen stellt eine weitere Maßnahme dar, welche die Beruhigung des Verkehrs im Inneren des Stadtteils fördern kann.