www.gruene-mitte.comHamburg-Mitte

Wie konnte das passieren?

Der Fall Chantal beschäftigt und erschüttert die Menschen. Nach dem tragischen Methadontod der elfjährigen im Januar diesen Jahres liegt nun endlich der Bericht der Innenrevision vor. Am Montag tagte der Jugendhilfeausschuss in Mitte in einer Sondersitzung um den Bericht zu diskutieren. Leider lag ihm der vollständige Bericht bis dahin nicht vor.

Aus dem Untersuchungsbericht zum Fall Chantal der Bezirksaufsicht (Finanzbehörde) soll hervorgehen, dass schwere Fehler gemacht wurden. Das Mädchen hätte nie in dieser Pflegefamilie untergebracht werden dürfen. Die gesamte Aktenführung war lückenhaft. Es gab unterschiedliche Auffassungen zum Fall in der Abteilung des ASD und der Amtsvormundschaft. Und ein entscheidender Punkt es gab diverse Hinweise darauf, dass die Pflegeeltern Drogen konsumierten, dem ist nicht nachgegangen worden. „Wir sind für eine lückenlose Aufklärung dieses Falles. So etwas darf nicht noch einmal passieren. Das System zum Schutz der Kinder ist gar nicht so schlecht, es muss nur unbedingt sicher gestellt werden, dass es auch richtig ausgeführt wird“, sagt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Mitte.

Es wird wahrscheinlich ein staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren geben, dass wahrscheinlich zur Anklage führen wird.

Es muss lückenlos aufgeklärt werden, warum die vielen Hinweise auf die Kindeswohlgefährung nicht wahrgenommen wurden und Chantal geholfen wurde.

Lothar Knode, Fachsprecher des Jugendhilfeausschusses erklärt, wie es seiner Meinung nach weiter gehen sollte: „Es muss auf jeden Fall Konsequenzen geben und die Aktenführung muss sichergestellt werden, damit sollten Honorarkräfte beschäftigt werden die diese Verwaltungsarbeiten vermitteln können. Und es sollte auch die Kommunikation zwischen ASD und der Amtsvormundschaft verbessert werden.“ In einer Großstadt wie Hamburg wird wohl nie ganz ausgeschlossen werden können, dass ein Kind stirbt. Doch das, dass was von Politik und Verwaltung unternommen werden kann, auch unternommen wird, dass zumindest die Kinder, die unter staatlicher Aufsicht stehen, beschützt sind sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Hier gibt keinen Platz für Fehler.