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Endlich: Wichtiger Schritt für den Naturschutz

Eines der wertvollsten landwirtschaftlichen Gebiete soll jetzt endlich geschützt werden: Die Wilhelmsburger Marschlande bieten einen Schatz an naturbelassenen, traditionellen, landwirtschaftlichen Flächen wie ein ausgedehntes Marschgünland mit einem umfangreichen System aus Wettern, Gräben und Beetgräben, dem Talraum der Wilhelmsburger Dove-Elbe, alten Deichen mit deichbegleitenden landwirtschaftlichen Hofstellen, sowie den Bracks und den periodisch überfluteten Vordeichflächen. Dieses 743 ha große Gebiet soll nun als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden.

 

 

Im gestrigen Umweltausschuss wurde ein Antrag der GRÜNEN in Mitte angenommen, der noch einen Schritt weiter geht. „Wir wollen, dass bei der Erstellung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet der Bedarf an Ausgleichflächen durch die vielen baulichen Maßnahmen in Wilhelmsburg angemessen einbezogen wird. Daher haben wir beantragt, dass entsprechende Flächen im Landschaftsschutzgebiet vorgehalten werden sollen“, sagt Lena Dittmer, Abgeordnete der Bezirksversammlung und Fachsprecherin Umwelt.

Bereits in der letzten Legislatur hat die Bezirksversammlung Hamburg Mitte beschlossen, dass Ausgleich ortsnah stattfinden soll. „Bedingt durch die Arbeiten zur igs und im Rahmen der IBA in Wilhelmsburg ist es bereits zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch möglich Eingriffe in die Natur ortsnah auszugleichen“, bemerkt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender, „dies ist uns aber ein wichtiges Anliegen und so sind wir froh, dass dieser Beschluss auch in 2012 noch einmal bestätigt wurde.“ Die Verwaltung und die zuständigen Stellen sind jetzt also aufgefordert potentielle Flächen für Ausgleichsmaßnahmen in der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet Wilhelmsburger Elbinsel zu beschreiben, auszuweisen und diese in die Verordnung aufzunehmen.