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Lärmschutz in Wilhelmsburg? Die SPD vertagt

Nach Jahrzehnten der Bemühungen schafft es eine Großveranstaltung wie die Internationale Gartenschau igs fast „über Nacht“, eine Lärmschutzmauer in Wilhelmsburg aufzustellen – die allerdings durch ihre Schall-Reflektion zu einer Verstärkung der Lärmbelästigung im Stadtteil führt.

Darum forderte die GRÜNE-Fraktion im vergangenen Regionalausschuss am 15.5. sowohl einen Bericht aus der BWVI, um eine echte Lösung anzustreben und den Sachstand der Planungen für den Lärmschutz im Osten Wilhelmsburg zu bekommen.

Zum anderen fordert die GRÜNE-Fraktion eine zügige Abhilfe, um wenigstens das zusätzliche Lärm-Echo einzudämmen: „Wir als GRÜNE haben beantragt, die schon existierende Lärmschutzmauer an der Bahn (südlich der Brücke am Bahnhof) mit Rankpflanzen zu begrünen,“ so Fraktionsmitglied Bayram Inan, „Efeu etwa schafft eine Lärmminderung um 3 dBA, das wäre mindestens eine Entlastung.“

Die SPD-Fraktion hatte bereits dafür gesorgt, den Antrag um eine Sitzung zu vertagen – und konnte sich dennoch nicht durchringen, dem Antrag zuzustimmen.

„Die SPD vertagt bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Jetzt soll erst im Herbst überhaupt darüber befunden werden, ob jemand von der BWVI in Wilhelmsburg Bericht erstatten soll – und erst nach einem Bericht wird entschieden, wie die Lärmaktionsplanung hier weitergeht“, ärgert sich die GRÜNE Bezirksabgeordnete Jutta Kodrzynski.

„Die SPD hat mit dem Hinweis abgelehnt, die Poren in der Lärmschutzwand würden verstopft und der Lärm dadurch noch lauter reflektiert. Doch jetzt erobern sich Sprayer die Wand, und der Lack der Graffitis schafft die befürchtete glatte Fläche. Für die igs ist es fast ironisch: Ihre Besucher haben den Lärmschutz, sehen aber auf dem Weg zur Gartenschau nur Beton“, ergänzt Bayram Inan.