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Radverkehr auf den Elbinseln

Das Bezirksamt Hamburg – Mitte ist mit einem Radverkehrskonzept für Wilhelmsburg in Vorleistung getreten. Mit Bürgerinnen und Bürgern wurde das Fundament gelegt um den Hamburger Stadtteil zu einem Modell zu machen, wie Radverkehr in einer modernen Millionenstadt aussehen könnte.

Um das Konzept nicht einschlafen zu lassen oder es noch weiter zu verfeinern haben wir Grünen in einem interfraktionellen Antrag einen Antrag in den Verkehrsausschuss eingebracht, in dem wir forderten:

 

1. Das Radverkehrskonzept wird ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Wir fordern die BWVI auf, auf dieser konzeptionellen Grundlage Wilhelmsburg zum Hamburger Radfahr-Modellstadtteil zu erklären.

 

2. Wegen der über den Wilhelmsburger Rahmen hinausgehenden Bedeutung des Modellstadtteils bitten wir die Verwaltung ,sich konzeptionell mit folgenden Fragestellungen zu befassen:

a. Einbeziehung der Veddel vor allem mit Blick auf die Veloroute 10

b. Eine dem Anspruch des Radverkehrskonzepts und dem Modellstadtteil Wilhelmsburg angemessene Möglichkeit, die Norderelbbrücken und das Hafengebiet zu queren; dies gilt umso mehr, als dass hier die beiden die Elbinseln querenden Velorouten ihren Ausgangspunkt haben.

c. Fortentwicklung des Freizeitroutennetzes auf den Elbinseln, so im Wilhelmsburger Westen und in den Grün- und Parkanlagen, vor allem dem igs-Park.

 

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) nimmt wie folgt Stellung:

 

Zu Punkt eins schreibt die Behörde nur seine Zustimmung. Zu Punkt 2 a, dass dies in die Zuständigkeit des Bezirksamtes fällt.

Eine Ausführliche Erläuterung gibt es zu 2 b:

Die Überquerung der Norderelbe im Zuge der Freihafenelbbrücke ist auf einem einseitigen, vergleichsweise breit ausgebauten gemeinsamen Geh- und Zweirichtungsradweg möglich. Da das Fußverkehrsaufkommen gering ist, wird der Ausbauquerschnitt derzeit für ausreichend gehalten. Zudem lassen die örtlichen Verhältnisse eine Verbreiterung nicht zu.

Die neue Elbbrücke weist beidseitige gemeinsame Geh- und Radwege auf, die relativ schmal und gemäß den gültigen Regelwerken nicht ausreichend sind. Inwiefern eine Verbeiterung der vorhandenen Brückenkappen technisch möglich ist beziehungsweise welche Kosten sie verursachen würde, wurde bislang nicht näher geprüft und ist vor dem Hintergrund des Zustandes des gesamten Hamburger Radverkehrsnetzes auch nicht prioritär.

Die Norderelbbrücke der Bundesautobahn (BAB) A 1 verfügt über keinerlei Anlagen für den nicht- motorisierten Verkehr. Eine Verbindung Wilhelmsburgs mit den Vier- und Marschlanden über die Norderelbe für den Fuß- und Radverkehr ist jedoch grundsätzlich wünschenswert. Daher wurde 2008 eine Ergänzung der vorhandenen Autobahnbrücke um einen Steg für den Fuß- und Radverkehr geprüft. Die Kosten für technisch sinnvolle Varianten wurden auf knapp 6 Millionen € geschätzt; sie umfassen ausschließlich die Stegkonstruktion sowie Verstärkungen an der vor- handenen Brücke. Nicht enthalten sind Aufwendungen für die Anbindung des Stegs hinter den Brückenwiderlagern sowie gegebenenfalls erforderliche Umbauten an den vorhandenen Wider- lagern selbst. Außerdem wurde die Variante einer eigenständigen Geh- und Radwegbrücke ge- prüft; hierfür beläuft sich die Kostenschätzung auf knapp 10 Millionen €. Auf Grund der hohen Kosten werden Überlegungen zu einer Verbindung Wilhelmsburgs mit den Vier- und Marschlanden für den Fuß- und Radverkehr nicht weiterverfolgt.

Für das Hafengebiet hat die Hamburg Port Authority (HPA) einen „Masterplan Radverkehr Hafen“ erarbeitet. Die darin enthaltenen Maßnahmenvorschläge zur Verbesserungen der Bedingungen zum Radfahren im Hafengebiet sollen schrittweise umgesetzt und insbesondere im Rahmen anderer, ohnehin anstehender Ausbaumaßnahmen der landseitigen Infrastruktur berücksichtigt werden. Die Durchquerung des Hafengebietes mit dem Fahrrad wurde vor einiger Zeit durch den Bau des Radweges vom Alten Elbtunnel zur Zollstation Ernst-August-Schleuse einschließlich einer barrierefreien Rampenkonstruktion an der Klütjenfelder Hochstraße verbessert (Veloroute 11). Die HPA strebt als nächstes großes Projekt außerdem die Einrichtung einer Fahrradwegweisung im Hafen an.

 

Auch unser letzter geforderter Punkt wurde beantwortet:

 

Durch Wilhelmsburg beziehungsweise in unmittelbarer Nähe verlaufen die folgenden stadtteilüber- greifende Freizeitrouten:
 Freizeitroute 6 (City – Wilhelmsburg – Harburger Stadtpark)
 Freizeitroute 11 (2. Grüner Ring)

 Freizeitroute 14 (Alter Elbtunnel – Hafen – Harburger Berge)
Darüber hinaus wird die Elbinsel in Nord-Süd-Richtung von den überregionalen Radfernwegen Hamburg – Bremen und Leine-Heide-Radweg überquert, die mit der Freizeitroute 6 identisch sind.

mit Ausnahme der Freizeitroute 14 wurden alle diese Routen 2005 beziehungsweise 2009 mit der aktuellen Fahrradwegweisung nach bundesweit gültigem Standard ausgeschildert. Konkrete Planungen zum Ausbau beziehungsweise zur Anpassung des übergeordneten Freizeitrouten- netzes insbesondere nach der igs 2013 bestehen noch nicht. Es besteht lediglich die noch nicht in Plänen präzisierte Zielsetzung, die Freizeitroute 6 und die beiden Radfernwege nach Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße gemeinsam mit der Veloroute 11 auf oder neben der ehemaligen Reichsstraße auf einer eigenständig geführten Fahrradtrasse zu bündeln.

 

 

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