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Alte Kopfeschen in Finkenwerder erhalten

Foto: Petra Denkinger
Foto: Petra Denkinger

Bis in die 90er Jahre wurden die Eschen in Finkenwerder regelmäßig beschnitten. Die so genannten "Kopfeschen" oder "Schneitel-Eschen" sind dort noch als Einzelexemplare vorhanden. Diese wertvollen Bäume benötigen für ihren Erhalt ein regelmäßiges Schneiteln oder Kappen ihrer Äste, welches die ausgebildeten knorrigen „Köpfe“ und „Wülste“ nicht entfernt, sondern erhält. Wir haben im Regionalausschuss beantragt, dass alle auf städtischem Grund und in staatlichem Besitz befindlichen - Anfang der 1990er Jahre geköpften - Eschen durch fachlichen Schnitt regeneriert werden und zukünftig der Neuaustrieb alle sechs Jahre durch fachlichen Schnitt gekappt oder geschneitelt wird.

Wir freuen uns über die Zustimmung im Regionalausschuss und hoffen dass so die ökologisch hochwertigen Schneitel-Eschen zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

 Das Schneiteln oder Kappen der Äste beruht auf einer alten Nutzungsform, die heute als kulturhistorisch wertvolles Relikt angesehen werden kann. Früher wurde das so gewonnene Holz zum Heizen genutzt. Heute ist es eine Möglichkeit alte Bäume verkehrssicher zu erhalten und gleichzeitig einen Lebensraum für seltene Insekten-, Vogel- und Fledermausarten zu schaffen.