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Sicherer Verkehr auf der Reeperbahn

Radfahren auf der Reeperbahn ist gefährlich. Schon seit Jahren. Am Dienstag dem 13. September um 11 Uhr hat die GAL-Fraktion Hamburg-Mitte gemeinsam mit dem verkehrspolitischen Sprecher der GAL Bürgerschaftsfraktion Till Steffen mit einer Presseaktion darauf aufmerksam gemacht.

„Im Zusammenhang mit der Aktion „Sicherer Verkehr auf der Reeperbahn“ bringen wir in die nächste Bezirksversammlung einen Antrag zur Prüfung von Radverkehrstreifen oder Schutzstreifen auf der Reeperbahn ein“, erklärt Michael Osterburg, Fraktionsvorsitzender in Mitte.

Sowohl stadtein- als auch stadtauswärts enden die Fahrradwege plötzlich auf der Fahrbahn. „Da die Radfahrer mit den Autos gleichzeitig an der Ampel losfahren, ist die Geschwindigkeit beim Aufeinandertreffen schon sehr hoch und das Einfädeln wird heikel“, sagt Dirk Petersen, GAL Bezirksabgeordneter.

 

"Wenn Hamburg es wirklich Ernst meint mit dem Radverkehr, muss auf St.Pauli's berühmtester Straße endlich ein Fahrradstreifen eingerichtet werden", so Farid Müller, Wahlkreisabgeordneter Hamburg-Mitte

 

Die Übergänge von den zum Teil noch vorhandenen Radwegen auf die Fahrbahn und Nebenfahrbahnen sieht auch der ADFC (Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club) als gefährlich an. Es gibt Untersuchungen laut denen jede Einfädelung das Unfallrisiko erhöht.

 

Vor fünf Jahren hat die GAL-Fraktion in Hamburg-Mitte einen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht. „Wir wollten schon damals die –auch von Radfahrern – stark genutzte Strecke zwischen Altona und der Innenstadt sicherer machen“, erklärt Michael Osterburg.

 

Damals war die Fahrbahn an den Abschnitten, wo Radfahrer auf dem rechten Fahrstreifen der Fahrbahn fahren sollen, um einen halben Meter auf 3,50 Meter verbreitert worden, damit Autos die RadlerInnen überholen können. „Fachlich ist diese geringe Verbreiterung Unsinn. Der Platz reicht immer noch nicht für Fahrrad und ein überholendes Auto aus. RadfahrerInnen können also nur überholt werden, wenn die Fahrzeuge über die linke Fahrspur fahren“, erklärt Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der GAL Bürgerschaftsfraktion. Das fördert aber das Abdrängeln der RadlerInnen.

 

Die Antwort auf den Antrag war ernüchternd: Kein Geld für die Sicherheit der RadfahrerInnen auf der Reeperbahn. Nun wagt die GAL-Fraktion Hamburg-Mitte einen neuen Anlauf.

 

Nachtrag vom 16.09.2011

Der Antrag wurde in der Bezirksversammlung angenommen. Nun warten wir auf die Prüfergebnisse der Verwaltung.