Gül Aydin
Gül Aydin wurde 1970 in Buxtehude geboren. Ihre Eltern stammen aus Kars in der Türkei. 1966 reiste ihr Vater als sogenannter Gastarbeiter nach Deutschland ein. Drei Jahre später folgten ihm Gül Aydins Mutter und ihre Geschwister. Nach ihrer Geburt verbrachte Gül Aydin ihre ersten Lebensjahre (bis 1974) in Kars, bei ihren Großeltern, da ihre Eltern beide berufstätig waren. Ihr Vater arbeitete bei Blohm und Voss und ihre Mutter als gewerbliche Angestellte bei der Lufthansa. Zurück in Hamburg wuchs sie in Hamburg-St. Georg auf. Seit fünf Jahren lebt sie mit ihrem Lebensgefährten in der Altstadt.
Gül Aydin entschied sich schon sehr frühe Rechtsanwältin zu werden, weil sie die Anwältinnen, die sie im Film und Fernsehen sah immer energisch, selbstbewusst und unabhängig fand. Diesen Wunsch erfüllte sie sich durch ihr Studium an der Universität Hamburg, mit dem anschließenden zweijährigen Referendariat in Lüneburg. Im Jahr 2005 machte sie sich selbständig und führt nun in Hamburg Altona mit weiteren Berufskolleginnen eine Kanzlei und eine Zweigstelle in Elmshorn. Nicht nur als Fachanwältin für Straf- und Familienrecht hat sich Gül Aydin für viele gesellschaftliche Probleme sensibilisieren können. Sie spielt seit ihrer Jugend Volleyball - der Sport hat ein Wesentliches dazu beigetragen, dass sie gerne und gut im Team arbeitet, sich für andere einsetzt und mit Misserfolgen umzugehen weiß. Das möchte sie auch den Kindern und Jugendlichen beibringen. Als zweite Vorsitzende beim türkischen Sportverein Galatasaray Hamburg und Umgebung e.V. versucht sie jungen Mädchen den Vereinssport näher zu bringen. Durch weitere Mitgliedschaften in juristischen Vereinen beteiligt sich Gül Aydin an aktuellen juristischen Fragen wie Datenschutz und Sicherungsverwahrung.
Vor allem mit ihrer beruflichen Erfahrung möchte sich Gül Aydin dafür einsetzen, dass Kindern und Jugendlichen, die im gesellschaftlichen "Abseits" leben, ein hoffnungsvolles "grünes" Leben ermöglicht wird. Darum kämpft sie für die Erweiterung des sozialen ökologischen Wohnungsbaus, die Möglichkeit der Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, gleichberechtigtem Zugang zur Bildung und intensive Förderung in allen Phasen ihrer Entwicklung. Ein weiteres persönliches Anliegen ist auch älteren Menschen die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Dies möchte sie durch die Schaffung von Einrichtungen für Menschen erreichen, die nicht in einem Seniorenheim, sondern weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld leben.